Schlagwort: Comfort Food

Labskaus

Labskaus

Gebt dem Labskaus eine Chance! Ich kann zwar verstehen, dass man sich in Anbetracht dessen, dass das Auge mit isst, bei Labskaus mitunter schwer tun kann. Ging mir auch so und in fotografischer Hinsicht ist dieses Gericht auf jeden Fall eine Herausforderung. Es soll ja 

Milukhiya (syrische Art)

Milukhiya (syrische Art)

An Milukhiya scheiden sich die Geister. Man liebt sie oder man hasst sie, was wiederum wahrscheinlich davon abhängt, welche Variante man zuerst kennengelernt hat. In ägyptischen und syrischen Küchen ist Milukhiya eine feste Größe. Doch der Unterschied ist erheblich. Milukhiya selbst ist zunächst einmal nichts 

Soljanka

Soljanka

Wenn es einen DDR-Küchenklassiker gibt, dann ist es Soljanka. Die aus dem sowjetischen Bruderland stammende Suppe war allgegenwärtig. So ziemlich jedes Restaurant bzw. dem DDR-Sprachgebrauch angepasst Gaststätte, hatte sie auf der Karte. Soljanka war ein typisches Restegericht. Ein paar “feste” Zutaten, wie Zwiebeln und Gewürzgurken sowie die obligatorische Zitronenscheibe durften nicht fehlen. Aber ansonsten wurde alles, was der Kühlschrank an Braten – und Wurstresten, Pilzen und Gemüse hergab, hinein geschnippelt. Dadurch wusste man eigentlich nie so ganz genau, was einen geschmacklich erwartet. Sie immer schmeckte etwas anders und hatte aber trotzdem den typischen Soljankageschmack. Entgegen dieser Tradition kaufe ich die Zutaten für meine Soljanka immer extra ein, da sie mir nach diesem Rezept am besten schmeckt. Und meistens bereite ich Soljanka am Vortag zu, da sie noch besser schmeckt, wenn sie über Nacht gut durchzieht.

 

Zutaten (2 Personen)

  • 6 Stck. Geflügelwiener
  • 1 rote Zwiebel
  • 70 g Tomatenmark
  • 2 große rote Spitzpaprika
  • 200 g Gewürzgurken
  • 600 ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Essig
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Scheiben Zitrone
  • 2 EL Crème fraîche
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach Geschmack

 

Zubereitung

  1. Die Wiener Würstchen in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Stücke schneiden.
  3. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Würstchen und Zwiebeln darin anbraten. Zwischendurch immer wieder umrühren damit nichts anbrennt.
  4. Den Zucker darüber streuen, ein bis zwei Mal umrühren und dann das Ganze mit Essig ablöschen.
  5. Das Wasser in einer Schüssel mit dem Tomatenmark verquirlen, zu den Würstchen geben und zum Kochen bringen. Anschließend die Hitze reduzieren.
  6. Das Lorbeerblatt hinzugeben und nach Geschmack salzen und mit Pfeffer und Paprika würzen.
  7. Während die Suppe auf kleiner Flamme vor sich hin köchelt, die Paprika waschen und anschließend in schmale Streifen schneiden und in die Suppe geben.
  8. Zum Schluss die Gewürzgurken in Würfek schneiden und in den Topf geben. Noch 15 Minuten köcheln lassen und die Soljanka ist fertig.
  9. Die Suppe auf die Teller verteilen und pro Portion mit einem Esslöffel Crème fraîche und einer Zitronenscheibe servieren.

 

Ghormeh Sabzi – Kräutergulasch mit Limonen

Ghormeh Sabzi – Kräutergulasch mit Limonen

Das erste, was mir zu diesem Gericht einfällt ist kurioserweise keine Reiseerinnerung, sondern ein Telefonat mit einer Freundin, in dessen Verlauf sie mir erzählte, dass sie mit ihrem neuen Freund persisch essen war und was jeder der beiden so auf dem Teller hatte. Es stellte 

Irish Stew

Irish Stew

Irish Stew Rezepte gibt es viele, aber woran erkennt man, ob ein Rezept wirklich “irisch” ist? Laut einer irischen Freundin daran, dass Kümmel, Knoblauch und Weißkohl in der Liste der Zutaten nicht vorkommen. Tauchen diese im Rezept auf, könne man sich sicher sein, dass man 

Shepherd’s Pie

Shepherd’s Pie

Völlig zu Unrecht hat britisches Essen einen schlechten Ruf. Und nicht erst in den letzten Jahren hat sich vor allem London zu einem Paradies für Feinschmecker entwickelt. Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte ist die Shepherd’s Pie, eigentlich ein klassisches Restegericht, das hier durch die Verwendung von Trüffelkäse einen gewissen Twist bekommt, aber dennoch nicht weniger deftig ist.

Zutaten

  • 500 g Lamm oder Rinderhack
  • 1 große rote Zwiebel
  • 200 ml Sahne
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 2 Möhren
  • 4 große Kartoffeln
  • 1 Teelöffel Thymian
  • Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • Etwas Milch
  • Trüffelkäse oder Parmesan

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. In einen Topf mit Salzwasser geben und zum Kochen bringen.
  2. Während die Kartoffeln garen das Butterschmalz in einer Pfanne erwärmen und schmelzen lassen. Darin das Hackfleisch anbraten und darauf achten, dass es schön krümelig wird.
  3. Die Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden und zu dem Fleisch geben.
  4. Kurz bevor das austretende Wasser verkocht ist, die Möhren schälen und ebenfalls in kleine Würfel (ca. 0,5 cm) schneiden. Die Möhren zusammen mit dem Thymian zu dem Fleisch in die Pfanne geben und gut unterrühren.
  5. Ist das Wasser verkocht, alles leicht anbräunen lassen und  mit Mehl bestäuben. Das Mehl gut unterrühren und das Hackfleisch mit einem halben Liter Wasser ablöschen. Durch das Mehl entsteht eine sämige Fleischsauce, die man jetzt noch mit 50 ml Sahne verfeinert und mit Salz und Pfeffer abschmeckt. Unbedingt darauf achten, dass die Sauce nicht zu dünn ist. Sie sollte die Konsistenz einer dicken Sauce Bolognese haben.
  6. Nun die Fleischmasse in eine Auflaufform  oder schön für Gäste in 4 Portions-Auflaufformen geben.
  7. Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und kurz dämpfen. Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und die restliche Sahne in den Topf geben. Die Sahne mit den zerdrückten Kartoffeln vermischen und nach und nach so viel Milch hinzugeben und mit einem Schneebesen weiterrühren bis ein cremiges Püree entsteht. Dies nach Bedarf noch mit etwas Salz und Muskatnuss abschmecken.
  8. Das Püree nun gleichmäßig über der Hackfleischmasse verteilen und im vorgeheizten Backofen (200 Grad) 20 bis 25 Minuten backen.
  9. Die Pie aus dem Ofen nehmen und je nach Geschmack mit etwas Trüffelkäse oder Parmesan bestreuen. Anschließend den Ofen auf Grillstufe 3 umschalten und ca. 5 Min. weiterbacken bis die Kartoffeldecke eine goldbraune Farbe angenommen hat. Dazu passen karamelisierte Thymian-Karotten oder im Ofen gebackenes Wurzelgemüse.