Milukhiya (syrische Art)

Milukhiya (syrische Art)

An Milukhiya scheiden sich die Geister. Man liebt sie oder man hasst sie, was wiederum wahrscheinlich davon abhängt, welche Variante man zuerst kennengelernt hat. In ägyptischen und syrischen Küchen ist Milukhiya eine feste Größe. Doch der Unterschied ist erheblich. Milukhiya selbst ist zunächst einmal nichts anderes als der arabisierte Name für griechisch μολόχα bzw. altgriechisch µαλαχή – Malve. Frisch gibt es sie in Deutschland, zumindest in meiner Stadt, nicht zu kaufen, aber in getrockneter Form findet man sie mittlerweile in so gut wie jedem orientalischen Lebensmittelgeschäft. Das war nicht immer so. Noch vor einigen Jahren war ich froh, dass es hier ein kleines Geschäft gab, das immer einen Karton getrocknete Milukhiya in petto hatte. Zum ersten Mal gegessen habe ich das Gericht vor über 20 Jahren in Syrien. Die syrische Art Milukhiya zuzubereiten ist eine völlig andere als in Ägypten. Dort werden die Blätter gehäckselt und meist mit Kaninchenfleisch zu einer etwas schleimigen Suppe verkocht. Muss man mögen.

 

Zutaten (4 Personen)

  • 1 Karton getrocknete Milukhiya (enthält meistens 400 g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Hähnchen
  • Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • Pfeffer, Salz
  • Wasser
  • 2 Zitronen
  • 1-2 Packungen Arabisches Fladenbrot (eine Packung enthält 6 Fladen)

 

Zubereitung

  1. Die getrockneten Blätter ca. 1 h in reichlich Wasser einweichen.
  2. Das Hähnchen kochen und abkühlen lassen. Anschließend in mundgerecht Stücke zerteilen.
  3. In einer großen Pfanne oder einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und das gekochte Hähnchenfleisch von allen Seiten goldbraun anbraten.
  4. Den Knoblauch zerdrücken und mit dem Tomatenmark in die Pfanne geben und verrühren.
  5. Die eingeweichten Malvenblätter nach und nach mit beiden Händen aus dem Wasser, zu einer Kugel formen und gut ausdrücken. So verhindert man, dass das Gericht eine schleimige Konsistenz annimmt. Hat man alle Blätter aus dem Wasser gefischt und ausgewrungen, gibt man zum Hähnchen dazu und brät sie kurz an. Anschließend mit Wasser ablöschen, zum Kochen bringen und auf mittlerer Flamme zugedeckt köcheln lassen bis das Wasser so gut wie verkocht ist.
  6. Serviert wird das Gericht auf einem großen runden Tablett, arab. Siniya genannt. Dazu reicht man halbierte Zitronen, damit sich jeder das Gericht unmittelbar vor dem Essen mit Zitronensaft seinem Gusto entsprechen abschmecken kann. Gegessen wird es mit den Händen direkt vom Tablett weg mit arabischen Fladenbrot, das in mundgerechte Stücke gezupft als Besteck dient.


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