Eton Mess

Eton Mess

Übersetzt man ‘Mess’ mit Chaos, Durcheinander, dann ist der Name Programm. Natürlich könnte man die Zutaten für das englische Sommerdessert schlechthin auch ordentlich in einem Dessertglas fein übereinander schichten, aber das wäre irgendwie nicht dasselbe. Der Anblick der scheinbar achtlos und chaotisch zusammen gekippten Zutaten, am besten noch in einer großen Servierschüssel, gehört einfach dazu. Um den Namen ranken sich verschiedene urbane Legenden. Ob es wirklich ein etwas sehr temperamentvoller Labrador war, der à la “ein Mops kam in die Küche …” eine Pavlova-Torte schlagartig in ein Erdbeer-Sahne-Meringue Chaos verwandelte, dem Koch selbst die Torte aus den Händen fiel oder beide Versionen ins Reich der Legenden gehören, ist letztendlich auch egal. 1893 zum ersten Mal erwähnt, wird es traditionell zum jährlichen Cricket-Match der Internatsrivalen Eton und Harrow serviert. Was aber nun mit dem Wort ‘Mess’ genau gemeint ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Es kann sich auf den Anblick des Tellers, eine gemeinsam essende Menschenmenge oder eben auf auch eine große Menge Essen selbst beziehen. Ein Beispiel typisch britischen Humors ist die Verwendung des Namens als Synonym für das derzeitige Brexit-Chaos.

 

Zutaten (4 Personen)

  • 100 g Erdbeer Baiser (Meringue)
  • 500 g Erdbeeren (oder ein Mix aus Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren)
  • 400 ml Schlagsahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif (optional)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3-4 EL Zucker

 

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren waschen und gut abtropfen lassen. In mundgerechte Stücke in eine Schüssel geben und 3-4 EL Zucker darüber geben. Die Erdbeeren für einige Zeit, am besten über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Wer es nicht so süß mag, nimmt einfach etwas weniger Zucker oder zuckert die Erdbeeren nicht, denn das Baiser an sich ist schon süß genug.
  2. Die Sahne in ein hohes Rührgefäß geben und zusammen mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif auf höhster Stufe mit dem Handmixer steif schlagen.
  3. Das Baiser zerbröckeln.
  4. Nun muss man nur noch Baiser, Sahne und Früchte abwechselnd in einer Schüssel oder einer größeren Servierschale schön chaotisch übereinander schichten und fertig ist dieser britische Nachtisch-Klassiker. Aber Vorsicht – es besteht Suchtgefahr!

 



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