Autor: admin

Soljanka

Soljanka

Wenn es einen DDR-Küchenklassiker gibt, dann ist es Soljanka. Die aus dem sowjetischen Bruderland stammende Suppe war allgegenwärtig. So ziemlich jedes Restaurant bzw. dem DDR-Sprachgebrauch angepasst Gaststätte, hatte sie auf der Karte. Soljanka war ein typisches Restegericht. Ein paar “feste” Zutaten, wie Zwiebeln und Gewürzgurken 

Mango-Mousse

Mango-Mousse

Fliegt man nicht ständig erste Klasse, dann kommt es nicht normalerweise nicht vor, dass ein Essen im Flugzeug so gut schmeckt, dass man am liebsten noch eine weitere Portion verputzen möchte. Auf vielen Flügen muss man mittlerweile ja schon froh sein, wenn es überhaupt etwas 

Ghormeh Sabzi – Kräutergulasch mit Limonen

Ghormeh Sabzi – Kräutergulasch mit Limonen

Das erste, was mir zu diesem Gericht einfällt ist kurioserweise keine Reiseerinnerung, sondern ein Telefonat mit einer Freundin, in dessen Verlauf sie mir erzählte, dass sie mit ihrem neuen Freund persisch essen war und was jeder der beiden so auf dem Teller hatte. Es stellte sich dabei heraus, dass das Ghormeh Sabzi ohne Bohnen serviert wurde. Als ich daraufhin meinte, ohne Bohnen sei es kein richtiges Ghormeh Sabzi, zitierte sie Loriot und nannte mich eine Food-Dogmatikerin. Der Satz “Dann ist es keine Birne Helene.” wurde unter uns zu einer Art Running Gag.

Mein Rezept enthält die eine oder andere Abkürzung, wohl wissend, dass man aus der Zubereitung dieses Gerichts, das manche sogar als das iranische Nationalgericht schlechthin bezeichnen, eine wahre Wissenschaft machen kann. Und vermutlich ist die ausschließliche Verwendung frischer Zutaten für so manch persische Hausfrau eine Frage der Ehre, auch wenn das bedeutet, dass die Zubereitung Stunden in Anspruch nimmt. Doch frischen Bockshornklee, der zusammen mit den getrockneten Zitronen, dem Gericht seinen typischen feinen bittersauren Geschmack verleiht, habe ich noch nie auf einem deutschen Wochenmarkt, geschweige denn in einem Supermarkt, gesehen. Deshalb bin ich froh, dass ich dank des Orientshops meines Vertrauens immer auf die Kräuter in der Dose zurückgreifen kann. Mit diesem Büchsen-Sabzi (sabzi ist das persische Wort für grün) bekommt man den Geschmack ziemlich authentisch hin.

 

Zutaten (2 Personen)

  • 400 g Rinder- oder Lammgulasch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Büchse Sabzi (ca. 480 g) oder 500 g frische Kräuter (200 g Petersilie, 125 g Koriander, 125 g Schnittlauch und 50 g Bockshornklee, ersatzweise getrocknete Bockshornkleeblätter)
  • 3 getrocknete Zitronen (Limo amani)
  • 1 Büchse Kidneybohnen (Abtropfgewicht ca. 270 g), getrocknete Bohnen müssen über Nacht eingeweicht und entsprechend lange mitgekocht werden
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Kurkuma (optional, ich lasse es oft weg)
  • 2 TL Zimt
  • 500 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer nach Geschmack

 

Zubereitung

  1. Das Fleisch waschen, auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Fleischstücke von allen Seiten gut anbraten.
  3. Die Zwiebel schälen, in etwas größere Würfel schneiden und zum Fleisch geben.
  4. Die getrockneten Zitronen mit einem scharfen Messer vorsichtig halbieren.
  5. Die Zitronen, Kurkuma und Zimt über das Fleisch geben, unterrühren und kurz mit anrösten. Alles mit Wasser ablöschen, zum Kochen bringen und zugedeckt vor sich hin köcheln lassen.
  6. Geduldigere Menschen als ich waschen nun die frischen Kräuter und schneiden sie sehr fein. Die frischen Kräuter in den Topf geben und unter das Fleisch rühren. Zugedeckt weiter vor sich hin köcheln lassen. Immer wieder umrühren und darauf achten, dass das Wasser nicht gänzlich verkocht. Falls notwendig etwas Wasser nachgießen.
  7. Greift man auf die Kräuter aus der Dose zurück, reicht es aus, wenn man sie kurz bevor das Fleisch weich ist dazu gibt. Jetzt noch weitere 20 Minuten köcheln lassen. Die Konsistenz sollte dem eines Ragouts entsprechen, also auf keinen Fall zu wässrig sein.
  8. Kurz vor dem Servieren die Bohnen abtropfen lassen und 5 Minuten mit erwärmen.
  9. Dazu gibt es bei uns immer Safranreis.

 

Feldsalat mit Orangen und Chicorée

Feldsalat mit Orangen und Chicorée

Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Die Fastenzeit hat begonnen und dieser Salat gehört für mich einfach dazu, obwohl er auch zu anderen Zeiten auf den Tisch kommt. Trotzdem habe ich die Tendenz ihn in der Fastenzeit häufiger zuzubereiten.  Das Rezept stammt von einer irischen Freundin, 

Irish Stew

Irish Stew

Irish Stew Rezepte gibt es viele, aber woran erkennt man, ob ein Rezept wirklich “irisch” ist? Laut einer irischen Freundin daran, dass Kümmel, Knoblauch und Weißkohl in der Liste der Zutaten nicht vorkommen. Tauchen diese im Rezept auf, könne man sich sicher sein, dass man 

Red Velvet Cupcakes

Red Velvet Cupcakes

Red Velvet Cake ist ein weiterer Klassiker mit dem man nicht nur in London fast zwangsläufig in Berührung kommt. Seine Wurzeln hat dieser Rührkuchen in den Südstaaten der USA. Mittlerweile ist er aber auch in europäischen Coffeeshops eine feste Größe, sei als Gugelhupf oder als Cupcake. Die Romantikerin in mir findet sie in der Herzform im wahrsten Sinne des Wortes zum Anbeißen.

Früher erhielt der Kuchen seine typische rote Farbe durch das Zusammenspiel von Kakao, Buttermilch und Essig. Heute kommt fast immer (auch) rote Lebensmittelfarbe zum Einsatz. Ich lasse den Kakao weg, da mir der Teig nach dem Backen immer zu braun erschien und ich meinen Kuchen lieber tiefrot haben wollte.

Zutaten

  • 300 g Mehl
  • 1 Packchen Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 200 g Zucker
  • 50 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 1 EL rote Lebensmittelfarbe
  • 1 Päckchen Vanilleextrakt
  • 250 ml Buttermilch
  • 1 TL Apfelessig
  • 250 g Frischkäse
  • 125 g Puderzucker
  • 1 Röhrchen Butter-Vanille-Aroma

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.
  2. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver und Natron in eine Schüssel geben, vermischen und zur Seite stellen.
  3. In einer zweiten Schüssel den Zucker, die Eier und die weiche Butter mit einem Handmixer schaumig rühren.
  4. Den Vanilleextrakt, die Buttermilch, den Essig und die Lebensmittelfarbe zu der Zucker-Ei-Mischung geben und mit dem Handmixer glatt rühren.
  5. Abschließend das mit dem Backpulver und Natron vermischte Mehl in die Masse hinein sieben und rühren bis ein homogener Teig entsteht.
  6. Den Teig in 12 Muffinformen geben und 20 bis 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach dem Backen die Küchlein auf einem Gitter auskühlen lassen.
  7. Für das Frosting den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Aroma verrühren und auf die erkalteten Muffins verteilen. Dabei sollte man darauf achten nicht zu lange zu rühren, da das Frosting sonst zu flüssig werden kann.
Rote Linsensuppe

Rote Linsensuppe

Es heißt, diese Suppe, die im gesamten Nahen Osten verbreitet ist, sei jenes Linsengericht gewesen für das Esau sein Erstgeburtsrecht hergegeben hat. Dies dürfte zwar ins Reich der Legenden gehören, Fakt ist aber: Diese Suppe ist unglaublich lecker und zudem noch schnell und einfach zubereitet. 

Mini Mince Pies

Mini Mince Pies

Ich muss gestehen: ich lieeebe sie, vor allem in der Mini-Version. So hat man zumindest das Gefühl nicht zu sehr zu sündigen, auch wenn das natürlich nur eine Illusion ist. Aber gut, vielleicht gibt es ja wirklich Menschen, die es schaffen nur ein oder zwei 

Pizzoccheri

Pizzoccheri

Eine italienische Freundin hat diesen Klassiker der norditalienischen Bergküche einmal für mich gekocht. Ich kannte dieses deftige Gericht bisher nicht und war überrascht und begeistert, dass auch das italienische Küche ist. Normalerweise werden die Kartoffeln zusammen mit dem Kohl und den Pizzoccheri gekocht, aber da ich die sogenannten “Salzkartoffeln” noch nie mochte, brate ich die Kartoffelwürfel in Butter, was das Ganze etwas runder und geschmeidiger macht.

Zutaten:

  • 500 g Pizzoccheri (kurze Bandnudeln aus Buchweizenmehl)
  • 1 Wirsingkohl
  • 300 g Kartoffeln
  • 3 Stängel Salbei
  • 150 g geriebener Käse
  • 150 g Parmesan, gehobelt
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden.
  2. In einer Pfanne die Butter auf höchster Stufe schmelzen lassen und die Kartoffelwürfel in die Pfanne geben. Die Hitze auf die Hälfte reduzieren und zugedeckt braten, bis die Kartoffeln außen schon goldbraun und noch leicht bissfest sind. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.
  3. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Wirsingkohl in Streifen schneiden und ungefähr 5 Min. darin kochen. Die Salbeiblätter vom Stängel zupfen, mit den Pizzoccheri in das Kochwasser geben und weitere 12 – 15 Min. kochen lassen.
  4. Den Ofen auf 180° C vorheizen.
  5. Kohl und Nudeln abgießen, in eine ausreichend große Auflaufform geben und mit den Bratkartoffeln und dem geriebenen Käse vermischen. Je nach Geschmack noch etwas mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Zu guter Letzt großzügig Parmesan über den Auflauf hobeln und alles auf mittlerer Schiene im Ofen goldbraun überbacken.
Papayasalat – Som Tam

Papayasalat – Som Tam

Ich mag diesen Salat mit ordentlich Schmackes, so wie ich ihn aus Bangkok kenne. Da thailändische Schärfe aber nicht jedermanns Sache sind, habe ich die Mengen etwas angepasst. Allerdings sollte man die Schärfe der Chilischote vorher prüfen. Die hier angegebene Menge bezieht sich auf jene