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Fattoush

Fattoush

Kein Salat der Welt kann meines Erachtens nach mit Fattoush mithalten. Im arabischen Raum ist es eine Art Gretchenfrage, ob man im Team Tabbouleh oder im Team Fattoush spielt. Aber letztendlich liebt man beide. Es ist halt nur die Frage nach dem Favouriten. Ich bin 

Carrot Cake Muffins

Carrot Cake Muffins

Ein Bissen dieses Kuchens katapultiert mich gedanklich sofort in einen der unzähligen Coffeeshops in der City of London, irgendwo zwischen St Paul’s Cathedral und Tower. Ein grauer trüber Herbsttag draußen, genießt man drinnen die kuschelige Atmosphäre mit einer Tasse Tee und einem Stück Carrot Cake. 

Lok Lak – Kambodschanischer Fleischsalat

Lok Lak – Kambodschanischer Fleischsalat

Das erste Mal in Kambodscha – da war ich schon sehr neugierig wie dieser berühmte Fleischsalat im Ursprungsland schmeckt und es war ganz klar, dass das auch mein Abendessen am Ankunftstag werden würde. Ein Restaurant dafür zu finden, ist in Siem Reap alles andere als schwer. Vielmehr hat man die Qual der Wahl, da sich vor allem auf der Pub Street, der Name ist Programm, Lokal an Lokal reiht. Erwartet hatte ich in Streifen geschnittenes Rindfleisch auf einem Salatbett, so wie ich ihn in Thailand zum ersten Mal gegessen hatte. Doch hier wird er immer mit einer Portion Reis, auf dem ein Spiegelei plaziert ist, serviert. Ich war überrascht, aber ich mag es sowieso, wenn Gerichte mit einem Spiegelei getoppt werden, sei es Geflügel auf Waffeln oder asiatische Gerichten wie Bibimbap oder Bami Goreng. Dazu kommt, dass mir die Eier in Kambodscha ganz besonders gut schmecken. Ob es wirklich an der Qualität der Eier oder der Urlaubslaune liegt, mag ich im Nachhinein nicht mehr entscheiden, aber nichtsdestotrotz:  wer wissen will, wie gut Eier schmecken können, muss nach Kambodscha reisen.

 

Zutaten (2 Personen)

  • 400 g Hüftsteak vom Rind
  • 2 EL Austernsauce
  • 60 ml Sojasauce
  • 1 TL Tamarindenpaste
  • 2 EL Palmzucker
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 Tasse Reis
  • 2 Eier
  • 1 EL Woköl oder normales Pflanzenöl
  • Salat (Romana-, Pflück- oder Feldsalat)
  • Koriander, Minze, Dill
  • 1 Limette
  • 1 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Austernsauce

 

Zubereitung

  1. Das Steak in dünne Streifen schneiden, nicht unbedingt so hauchdünn, wie für eine Pho Bo, aber mehr als 3 mm dick sollten die Fleischstreifen nicht sein. Die Fleischstreifen in eine verschließbare Vorratsdose geben.
  2. Den Knoblauch schälen und klein schneiden. Zum Fleisch geben und ebenso Pfeffer, Zucker, die Austernsauce, die Tamarindepaste und die Sojasauce. Alle Zutaten gut miteinander vermengen, die Dose verschließen und die Fleischstreifen über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
  3. Den Reis kochen und währenddessen das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Fleischstreifen aus der Marinade nehmen und von allen Seiten kräftig anbraten. Anschließend die Marinade in die Pfanne geben und etwas eindicken lasssen.
  4. In einer gesonderten Pfanne die Spiegeleier nach persönlichem Geschmack braten.
  5. Eine Handvoll Salatblätter auf jeden Teller geben. Daneben den Reis platzieren und das Spiegelei auf den Reis setzen. Das Fleisch zu den Salatblättern geben und abschließend die Kräuter darüberstreuen.
Cashew-Hähnchen – Gai Phad Med Mamuang

Cashew-Hähnchen – Gai Phad Med Mamuang

Wer nicht zum ersten Mal auf meinem Blog ist, weiß es: Ich liebe Thailand und ich liebe Thai-Food. In Indien habe ich mich penibel an den Grundsatz “Schäl es, koch es oder vergiss es” gehalten und mich ganze 5 Wochen lang salatfrei nur von gut 

Milukhiya (syrische Art)

Milukhiya (syrische Art)

An Milukhiya scheiden sich die Geister. Man liebt sie oder man hasst sie, was wiederum wahrscheinlich davon abhängt, welche Variante man zuerst kennengelernt hat. In ägyptischen und syrischen Küchen ist Milukhiya eine feste Größe. Doch der Unterschied ist erheblich. Milukhiya selbst ist zunächst einmal nichts 

Würzfleisch

Würzfleisch

Wer in der DDR gelebt oder dort seine Kindheit verbracht hat, kennt es – Würzfleisch. Neben der allgegenwärtigen Soljanka ein Klassiker auf ostdeutschen Speisekarten. Und ebenso wie bei der Soljanka konnte man, wenn man sich Würzfleisch in der Gaststätte bestellte, nie ganz genau wissen, was so alles hineingeschnippelt wurde. Aber letztendlich verbirgt sich hinter dem etwas hölzern klingenden Begriff nichts anderes als eine Art Ragout fin. Der vornehm anmutende französische Name roch dann aber wohl doch zu sehr nach Klassenfeind und so hieß dieser Vorspeisenklassiker in der ehemaligen DDR sozialistisch profan einfach nur Würzfleisch. Bei uns zu Hause gab es Würzfleisch als Resteessen, wenn einmal etwas vom Frikassee übrigblieb, was allerdings nicht sehr oft vorkam, da das Frikassee meiner Mutter zu jener Art Essen gehört, bei dem man einfach nicht aufhören kann zu essen, selbst wenn man schon mehr als satt ist und sich gar nicht mehr bewegen kann. Aber wenn eben doch einmal ein kleiner Rest im Topf blieb, dann wurde dieser in kleine feuerfeste Formen gegeben, etwas Käse darüber gestreut und im Ofen überbacken. Abgeschmeckt wurde es mit einem Spritzer Zitronensaft und der unentbehrlichen Worcestersauce – et voilà – fertig war das Würzfleisch. Eigentlich gehören Spargelspitzen und Kapern nicht auf die Zutatenliste für ein Ragout fin. Für mich gehören sie aber einfach dazu. Lässt man sie weg und nimmt statt Hähnchenbrust Kalbsfleisch hat ein klassisches Ragout fin im Förmchen.

 

Zutaten (4 Personen)

  • 2 Stück Hähnchenbrust oder 500 g Kalbsfleisch
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 3 Wacholderbeeren
  • Pfeffer und Salz
  • 200 g Champignons
  • 200 g Spargel
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 1 kleines Glas Kapern
  • 50 g geriebenen Käse
  • 1 Zitrone
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • Einige Spritzer Worcestersauce

 

Zubereitung

  1. Das Suppengrün putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Hähnchenbrust und Wasser in einen ausreichend großen Topf geben und zusammen mit dem Suppengrün, den Lorbeerblättern, Piment, Wachholderbeeren sowie etwas Pfeffer und Salz kochen bis das Fleisch gar ist.
  2. Den Spargel schälen und in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden. Die Champignons putzen und je nach Größe entweder vierteln und in Scheiben schneiden. In einem zweiten Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen und den Spargel zusammen mit den Champignons darin 12 – 15 Minuten garen. Wem das zu aufwendig erscheint und wen der typische Konservengeschmack nicht stört, kann an dieser Stelle auch einfach ins Vorratsregal greifen. Spargel und Champignons aus der Dose in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
  3. Das Hähnchen aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen und anschließend in mundgerechte Würfel (ca. 1 cm) schneiden.
  4. In einem weiteren Topf die Butter schmelzen lassen und das Mehl darin anschwitzen bis es beginnt nach Kuchen zu duften. Das ist der Trick damit die Sauce nicht mehlig schmeckt. Um zu verhindern dass Klümpchen entstehen muss man die Hühnerbrühe nach und nach dazugeben und  gut verrühren, d.h. mit einer Schöpfkelle dazugeben und verrühren, dazugeben, verrühren usw.
  5. Wenn die Sauce die gewünschte sämige Konsistenz erreicht hat, gibt man die Spargelstücke und die Champignons in die Sauce und nimmt den Topf vom Herd. Jetzt noch die Kapern unterrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und das Ragout ist fertig.
  6. Das Ragout kann man auch gut vorbereiten, so dass man es erst kurz vor dem Servieren auf 4 feuerfeste Förmchen oder Blätterteigpasteten verteilt. Den geriebenen Käse darüber streuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 ° C ungefähr eine Viertelstunde überbacken bis der Käse schön goldbraun ist.
  7. Serviert wird das Ganze mit einer Zitronenspalte und einer Scheibe Toastbrot. Und natürlich darf die obligatorische Worcestersauce auf dem Tisch nicht fehlen, so dass jeder seinem Gusto entsprechend nachwürzen kann.
Tabbouleh

Tabbouleh

Alle Jahre wieder – zu viel Braten, zu viele Klöße, zu viele Mince Pies und Plätzchen. Und weil es so gut schmeckt und der Winter für Soulfood gemacht ist, möchte man am liebsten so weiterschlemmen. Aber wie soll es anders sein – nach den Feiertagen 

Suvarnabhumi  Lok Lak (Kambodschanischer Fleischsalat)

Suvarnabhumi Lok Lak (Kambodschanischer Fleischsalat)

Ich habe meine Version des eigentlich kambodschanischen Fleischsalates nach dem großen internationalen Flughafen in Bangkok benannt, weil ich ihn dort das erste Mal gegessen habe. Kurz vor dem Boarding ein paar restliche Baht in der Tasche, noch schnell eine Portion bestellt. Es war köstlich. Man 

Eton Mess

Eton Mess

Übersetzt man ‘Mess’ mit Chaos, Durcheinander, dann ist der Name Programm. Natürlich könnte man die Zutaten für das englische Sommerdessert schlechthin auch ordentlich in einem Dessertglas fein übereinander schichten, aber das wäre irgendwie nicht dasselbe. Der Anblick der scheinbar achtlos und chaotisch zusammen gekippten Zutaten, am besten noch in einer großen Servierschüssel, gehört einfach dazu. Um den Namen ranken sich verschiedene urbane Legenden. Ob es wirklich ein etwas sehr temperamentvoller Labrador war, der à la “ein Mops kam in die Küche …” eine Pavlova-Torte schlagartig in ein Erdbeer-Sahne-Meringue Chaos verwandelte, dem Koch selbst die Torte aus den Händen fiel oder beide Versionen ins Reich der Legenden gehören, ist letztendlich auch egal. 1893 zum ersten Mal erwähnt, wird es traditionell zum jährlichen Cricket-Match der Internatsrivalen Eton und Harrow serviert. Was aber nun mit dem Wort ‘Mess’ genau gemeint ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Es kann sich auf den Anblick des Tellers, eine gemeinsam essende Menschenmenge oder eben auf auch eine große Menge Essen selbst beziehen. Ein Beispiel typisch britischen Humors ist die Verwendung des Namens als Synonym für das derzeitige Brexit-Chaos.

 

Zutaten (4 Personen)

  • 100 g Erdbeer Baiser (Meringue)
  • 500 g Erdbeeren (oder ein Mix aus Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren)
  • 400 ml Schlagsahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif (optional)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3-4 EL Zucker

 

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren waschen und gut abtropfen lassen. In mundgerechte Stücke in eine Schüssel geben und 3-4 EL Zucker darüber geben. Die Erdbeeren für einige Zeit, am besten über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Wer es nicht so süß mag, nimmt einfach etwas weniger Zucker oder zuckert die Erdbeeren nicht, denn das Baiser an sich ist schon süß genug.
  2. Die Sahne in ein hohes Rührgefäß geben und zusammen mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif auf höhster Stufe mit dem Handmixer steif schlagen.
  3. Das Baiser zerbröckeln.
  4. Nun muss man nur noch Baiser, Sahne und Früchte abwechselnd in einer Schüssel oder einer größeren Servierschale schön chaotisch übereinander schichten und fertig ist dieser britische Nachtisch-Klassiker. Aber Vorsicht – es besteht Suchtgefahr!

 

Soljanka

Soljanka

Wenn es einen DDR-Küchenklassiker gibt, dann ist es Soljanka. Die aus dem sowjetischen Bruderland stammende Suppe war allgegenwärtig. So ziemlich jedes Restaurant bzw. dem DDR-Sprachgebrauch angepasst Gaststätte, hatte sie auf der Karte. Soljanka war ein typisches Restegericht. Ein paar “feste” Zutaten, wie Zwiebeln und Gewürzgurken